Von:
Petra Heilig

e-wasser.de

Wasser: Lebenselixier und weltweite Herausforderung. „Kommt und erkennt mit uns die Weisheit Gottes in den wunderbaren Werken seiner Schöpfung. Als Gott die Himmel bereitete und die Grundfesten der Erde legte, war die Weisheit schon da. Als Gott dem Meer seine Grenzen setzte und die Berge formte und die Hügel entstehen ließ, war die Weisheit schon da.“ (nach Spr 8,22ff) Ein schönes Bild: Gottes Weisheit schwebt über den vielen Wassern. Und dennoch fordert Wasser uns immer wieder heraus und das nicht nur dort, wo extreme Wasserknappheit alles Leben bedroht.

Auch in Papua-Neuguinea, dem zweitgrößten Inselstaat der Welt und einem der ressourcenreichsten Länder der Erde, ist Wasser eine Herausforderung. Frauen aus dem pazifischen Papua-Neuguinea haben die Weltgebetstagsliturgie 2009 geschrieben. Der Weltgebetstag ist die größte internationale, ökumenische Basisbewegung. In 170 Ländern feiern wir am ersten Freitag im März einen Gottesdienst, den Frauen eines Landes verfasst haben. Im März 2009 haben uns also Frauen aus Papua-Neuguinea eingeladen, mit ihnen zu beten. Aber: Trotz seines Reichtums an Wasser mit seinen weiten Küstenabschnitten, fruchtbaren Flusstälern und Regenwald, gilt es auch in Ländern wie Papua-Neuguinea, sauberes Trinkwasser für alle Menschen zu sichern.

In der entwicklungspolitischen Diskussion ist unumstritten, dass vor allem Mädchen und Frauen darunter leiden, wenn der Zugang zu sauberem Wasser fehlt. Tägliches Wasserholen verhindert den Schulbesuch, verursacht gesundheitliche Schäden, setzt Frauen und Mädchen vermehrt Belästigungen und Übergriffen aus. Entsprechend wichtig ist es, bei Wasserprojekten Frauen von Anfang an in die Planung einzubeziehen, um z.B. Unterhalt, Wartung und Nutzbarkeit optimal zu gewährleisten. Dazu kann auch gehören, dass Frauen die Möglichkeit bekommen, sich über eine entsprechende technische oder/und handwerkliche Ausbildung Fähigkeiten zu erwerben, mit denen sie Brunnenanlagen, Anlagen zur Wasserver- und -entsorgung selbständig warten und reparieren können.

So ist es ein wichtiges Anliegen der Projektarbeit des Weltgebetstags, Frauen durch gezielte Förderung in ihren Bemühungen für den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu unterstützen. Nach dem Weltgebetstagsmotto „Informiert beten – betend handeln“ wird so solidarisches Handeln in der einen Welt möglich. Gemeinsam stellen sich Frauen aus der ganzen Welt der Herausforderung des Lebenselixiers Wasser.